Hitze
2 · mässigEigene Einordnung aus der ICON-CH2-Punktprognose (Open-Meteo) — Tagesmittel ≥ 25 °C an 2 Tagen (Prognose). Keine amtliche Warnstufe; amtliche Sicht: Warnkarte geo.admin ↗.
Klimatologische Planungskarte (Hitzeverteilung in Aarau, Tag 14 Uhr / Nacht 4 Uhr) — räumliche Ergänzung zur Prognose, nicht live. Quelle: Klimaanalyse Kanton Aargau (AGIS).
Prognose, MeteoSchweiz-Modell ICON-CH2 (via Open-Meteo) — keine amtliche Warnstufe. Markiert: Sommertag ab 25 °C, Hitzetag ab 30 °C.
Prognose ICON-CH2 (via Open-Meteo), heute + 2 Tage — eigene Einordnung, keine amtliche Warnung.
Jetzt-Anker: 27° gemessen · BUS Buchs / Aarau · 23:00 (MeteoSchweiz)
Ausreichend trinken (bevorzugt Wasser); kühle, schattige Orte aufsuchen, morgens lüften und tagsüber abdunkeln; anstrengende Tätigkeiten in Morgen-/Abendstunden verlegen; auf gefährdete Personen achten.
Anstrengende körperliche Tätigkeit in der grössten Hitze (ca. 11–15 Uhr) meiden — gilt ausdrücklich auch für Übungen/Übungsbetrieb. Kinder und Tiere nie im parkierten Fahrzeug lassen. Amtliche Verbote bestehen keine — dringende Empfehlungen von BAG und MeteoSchweiz.
- Erholung & Abkühlung
- Sammelplatz und Warteraum Atemschutz – soweit möglich – zur Erholung und Abkühlung nutzen (Schatten, ruhen, trinken), bis zum nächsten Einsatz. Gilt für den Warteraum Atemschutz wie für den allgemeinen Sammelplatz.
- Wasser zur Kühlung
- Wir sind die Feuerwehr, wir haben immer Wasser: Sprühnebel, Hände und Unterarme kühlen; beim Atemschutz-Bereich einen Schlauch mit Druckvernichter bzw. eine Höchstdruck-Wassernebelanlage ziehen. Dazu Lüfter, feuchte Tücher, Schatten.
- Nach Atemschutz
- Zuerst abkühlen und trinken – erst dann wieder verfügbar melden.
- Verantwortung
- Eine Person bestimmen, die sicherstellt, dass sich die Leute abkühlen und genug trinken.
- Symptome erkennen
- Selbst- und Fremdeinschätzung: Hitzeerschöpfung (Schwindel, Übelkeit, Krämpfe) vs. Hitzschlag (heisse, trockene Haut, kein Schwitzen → Notfall, Rettungsdienst).
- Grundlage (CH)
- Arbeitgeberpflicht (ArG Art. 6 / VUV); SUVA-Stufenmodell ab 33 °C: stündlich 15 Min Pause im Kühlen und Personenrotation – gilt für Normalbekleidung, mit Brandschutz-/Atemschutzausrüstung früher und konsequenter handeln.
In der Schweiz fehlt ein eigenes Feuerwehr-Hitzemerkblatt; die operativen Empfehlungen stützen sich auf SUVA/SECO sowie FW-Fachquellen (Bundesfeuerwehrarzt/DFV, LFV Bayern, FUK/HFUK) und NFPA 1584.
Grundaufstellung: Hitzeschutz in Ausbildung, Doktrin und Material verankern — Getränke/Elektrolyte, Kühlmaterial und Wassernebel-Möglichkeit gehören zur Bereitschaft; Symptom-Schulung sicherstellen.
Hitze ist Führungsaufgabe im Einsatz: Belastung und Einsatzzeiten begrenzen, Pausen vorgeben, Ablösung früh auslösen und Reserven aufbieten. Sammelplatz/Warteraum zur Erholung und Abkühlung nutzen; eine Person für das Abkühlen/Trinken verantwortlich machen.
Wetterlage vorab beurteilen, Kräfte informieren; Aufgebot und Ablösung frühzeitig einplanen.
Wasser zur Kühlung einsatzbereit halten (Sprühnebel, Hände/Unterarme); beim Warteraum/Sammelplatz Atemschutz Wassernebel ziehen (Schlauch mit Druckvernichter bzw. Höchstdruck). Lüfter, feuchte Tücher, Schatten organisieren.
Getränke (kühl, nicht eiskalt, mit und ohne Zucker) und Elektrolyte beschaffen und am Sammelplatz/Warteraum bereithalten; bei längeren Einsätzen wasserreiche Verpflegung; Nachschub sichern.
Vor Wiederfreigabe Symptom- und Vitalcheck. Richtwerte (NFPA 1584): Puls < 100/min, Temperatur < 38,1 °C, SpO₂ > 94 %, Blutdruck < 160/100 mmHg — bei Überschreitung nicht freigeben, ggf. Rettungsdienst.
Belastung begrenzen, Pausen + Schatten + Trinken; Tenue légère wann immer möglich (volle Brandschutzbekleidung nur, wenn zwingend nötig). Übungen nur im Extremfall absagen — sonst anpassen/begrenzen.
Hitzewarnung und Lage verfolgen, Führung beraten; Schulung zu Selbst- und Fremdeinschätzung (Symptome) anstossen.
Vor der Belastung trinken, danach laufend nachtrinken; nach Atemschutz zur Erholung an den Sammelplatz/Warteraum, abkühlen und trinken, erst dann wieder verfügbar. Gegenseitig beobachten; Atemschutz möglichst nur einmal pro Einsatz.